Was bedeutet „spülmaschinengeeignet“?

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Spülmaschinengeeignet ist ein Begriff, den Sie wahrscheinlich kennen. Vielleicht haben Sie ihn schon mal auf dem Boden eines Tellers oder einer Glases gesehen, oder ein Aufkleber mit dieser Kennzeichnung befindet sich auf der neu ergatterten Plastikschüssel. Wissen Sie eigentlich, was genau damit gemeint ist? Oftmals ist das nicht so eindeutig, denn „spülmaschinengeeignet“ ist kein verbindlich definierter Begriff. Jede Firma, die Küchenutensilien produziert, hat ihre eigenen Prozesse und Standards, mit denen sie „spülmaschinengeeignet“ definiert, und diese stützen sich auf ihren eigenen Materialien und Herstellungsmethoden.

Was bedeutet „spülmaschinengeeignet“?

Spülmaschinengeeignet bedeutet im Wesentlichen, dass der Artikel während des Produktionsprozesses auf eine Weise behandelt wurde, durch die er für längere Zeit hohe Temperaturen im Geschirrspüler sowie hochwirksame Reiniger aushält, ohne dass der Artikel Schaden nimmt. Würde man andererseits versuchen, beispielweise einen Gegenstand aus thermoplastischen Kunststoff (mit niedrigen Schmelzpunkt) in der Maschine zu spülen, so könnte der Geschirrspüler schweren Schaden nehmen. Es geht also darum, dass sowohl der zu spülende Artikel als auch der Geschirrspüler den Spülvorgang heil überstehen.

Wie macht der Hersteller einen Artikel „spülmaschinengeeignet“?

Für unterschiedliche Artikel aus ebenso unterschiedlichen Materialien gibt es unterschiedliche Methoden, durch die etwas „spülmaschinengeeignet" wird.  

Glas

Für den Glasschutz werden die meisten Gläser ‚ausgeglüht’ – das bedeutet, dass das Glas langsam abgekühlt wird, damit in der Struktur keine Spannungen entstehen und das Glas besser auf einen Temperaturwechsel reagiert. Glas kann auch ‚gehärtet‘ werden – hier wird es mit einem thermischen oder chemischen Prozess widerstandsfähiger gemacht. Glas für die Küche durchläuft meist eine mildere Form dieses Prozesses, die man ‚thermisches Härten‘ nennt, wodurch es doppelt so belastbar wird wie ausgeglühtes Glas. Manche Kochutensilien werden auch voll ausgehärtet, wodurch sie vierfach bis fünffach stärker als ausgeglühtes Glas sind und auch Mikrowellen standhalten.

Keramik

Keramik wird durch einen ähnlichen Prozess wie Gläser spülmaschinengeeignet gemacht. Durch das langsame Abkühlen kann sich das Material mit so wenigen Mängeln wie möglich setzen. Wenn Keramik spülmaschinengeeignet werden soll, wird eine Glasur zum Schutz der Oberfläche aufgetragen – die Art der Glasur hat einen erheblichen Einfluss auf Stärke und Haltbarkeit des Artikels.   

Plastik

Plastik wird typischerweise nicht behandelt, um es spülmaschinengeeignet zu machen. Ob der Artikel für die Spülmaschine geeignet ist, hängt von der verwendeten Art des Kunststoffs ab. Wenn das Plastik einen sehr niedrigen Schmelzpunkt hat, können die hohen Temperaturen im Geschirrspüler dazu führen, dass es schmilzt. Andere Plastikarten können spröde werden und brechen.

Woran erkennt man, ob etwas spülmaschinengeeignet ist?

Da es keinen Standard für die Spülmaschineneignung gibt, nutzen unterschiedliche Hersteller unterschiedliche Symbole, um diese Eignung zu kennzeichnen. Meist wird es durch die vereinfachte Abbildung einer Spülmaschine oder mit der Aufschrift „spülmaschinengeeignet“ gekennzeichnet.

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